Rückblick:

Hier finden Sie unseren Rückblick auf vergangene Veranstaltungen.

Die Komturei Nürnberg berichtet über das Bruderschaftsjahr 2008/2009


Es ist wieder so weit: der Herbst ist da, und für mich die Zeit für den Bericht über das zu Ende gehende Bruderschaftsjahr, Rückblick auf ein paar Veranstaltungen und Ereignisse zu halten.

Wir begingen Ende Oktober 2008 wieder den „Nürnberger Herbst“, ein sehr schöner Abend mit gutem Essen – neben dem Saumagen vom Metzger Hambel in Wachenheim - gab es Sauerkraut, von Frau Bruni Stoll perfekt gekocht und heiß in den Turm gebracht. – Ein Gast, Herr Walter Pickl, brachte 100 Nürnberger Bratwürste mit, heiß und frisch gebraten vom Handwerkerhof, die den Saumagen mit Kraut sehr gut ergänzten. – Der Neue Wein – diesmal ausnahmsweise aus Franken – schmeckte, und war Ruck-Zuck leer getrunken Die Bratwürste waren alle weg und auch vom Saumagen und Kraut blieb nichts übrig!. Alle sprachen anschließend dem „normalen“ Wein noch kräftig zu, so daß am Ende der trockene Riesling ausging! – Aber auch halbtrockener Riesling, Weißburgunder und Grauburgunder wurden gerne konsumiert. Die Unterhaltung der Anwesenden, darunter ein weiterer Gast, Herr Dieter Rückert, und auch der kleine Sohn von Weinbruder Walfried Lebert mit Frau Andrea war sehr angeregt, so daß sich der Schwarm erst nach 23.°° Uhr verlaufen hat.

Das Gansessen in der „Baumwolle“ reizte 27 Personen, Weinbrüder, Damen und Gäste. Die hier servierten Gänse waren sehr gut! Die anschließende Führung von Kapitular Heidebroek über die Südseite der Adlerstraße machten fast alle „Gansesser“ mit und gewannen dabei neues Wissen und Eindrücke. Danke, lieber Markus.

Zum Ordensfest im Hotel Mercure kamen 17 Personen, neben Weinbrüdern und Damen auch 2 Gäste und verbrachten einen vergnüglichen Abend mit gutem Essen, gutem Wein und wieder mit guten Wort-Beiträgen der Weinbrüder Rüdiger Lorch Manfred Meyer. Weinbruder Mayer ehrte ich anschließend als Dank für seine langjährige aktive Mitarbeit im Dienste des Weins mit dem Wappenteller der Weinbruderschaft der Pfalz. – Für seinen Umzug nach Worms überreichte Schatzmeister Georg Uhl an Ordensrat Hermann Resch, der mit Tochter angereist war, eine kleine Auswahl von Weinen aus Franken, damit er diese auch in seiner „neuen/alten Heimat“ bekannt machen kann.

Auf der Jahresabschluß-Weinrunde am 29. Dezember verabschiedeten wir schließlich das Jahr 2008 mit Glühwein in fröhlicher Gemeinschaft.

Das Jahr 2009 begann mit einer traurigen Nachricht: Eugen Henzler, Weinbruder seit dem 19. Januar 1980, verstarb am Abend des 02.01.2009. - Wir verloren mit ihm einen Weinbruder, der bis zu seiner Erkrankung, die ihm die Teilnahme an unseren Veranstaltungen zunächst erschwerte, später unmöglich machte, immer treu zu unserer Weinbruderschaft gestanden hat. An der Aussegnungsfeier in der Ev.-ref. Gemeinde St. Martha nahm eine stattliche Anzahl von Weinbrüdern und Damen teil und erwiesen unserem verstorbenen Weinbruder die letzte Ehre. – Auch am Konvent Anfang März in Anwesenheit von Kapitelmeister Oliver Stiess gedachten wir in einer Gedenkminute nochmals des Verstorbenen.


Bei der ersten Weinrunde des neuen Jahres Ende Januar stellte uns Weinbruder Georg Uhl “winterlich Rotes“ vor, Ende Februar, am Faschingsdienstag, fand sich ein kleiner Kreis von Weinbrüdern und Damen zusammen und verbrachte einen geselligen Abend.

„Alte Bekannte und neue Entdeckungen“ stellte Ordenskellermeister Stefan Hilz im Rahmen der „Großen Pfalzweinprobe“ den Anwesenden 53 Weinbrüdern, Damen und Gästen vor. – Als Überraschung anwesend waren zwei Weinmajestäten: Julia Becker, Pfälzer Weinkönigin 2007/2008 aus Edesheim und die Fränkische Weinprinzessin Franziska König aus Randersacker. – Danke an die beiden Damen für ihr Kommen, aber auch an dich, lieber Ordenskellermeister, für den Abend!

Und dann ging es hoch her: Im Rahmen unserer Feiern zum 40-jährigen Gründungs- Jubiläum unserer Nürnberger Weinbruderschaft als Komturei der Weinbruderschaft der Pfalz hielten wir am 13. Juni im historischen „Hirsvogelsaal“ eine „Literarische Weinstunde“ mit 48 Weinbrüdern, Damen und Ehrengästen ab. Als Referenten hatten wir Herrn Dr. Rudolf Kreutner von der Friedrich-Rückert-Gesellschaft Schweinfurt, gewonnen, der gekonnt und launig über „Friedrich Rückert und der Wein“ referierte.

Doch nicht nur Kultur, auch Wein stand im Zentrum unserer Veranstaltung: Ein mehrgängiges Menü mit jeweils 3 kommentierten Weinen schloss sich an den Vortrag an, besprochen von Experten aus der Pfalz und Franken, sowie unserem Nürnberger Weinbruder Georg Uhl. Allen voran konnte ich unter den Ehrengästen die Fränkische Weinkönigin Anna Saum aus Großlangheim bei Kitzingen willkommen heißen, aber auch Julia Becker aus Edesheim, die Pfälzer Weinkönigin 2007/2008 (Sie hatte die Aufgabe übernom¬men hatte, die kredenzten Frankenweine! zu besprechen).

Unter den Ehrengästen waren neben Frau Dr. Prölß-Kammerer als Vertreterin der Stadt Nürnberg, Ordensmeister Dr. Fritz Schumann in Begleitung von Kanzler Jochen Neumann mit Gattin, Bruder¬schafts¬meister Horst Wilhelm, Dr. Ludwig Jakob mit Gattin sowie Archivar Walter Dahinten. - Für die Weinbruderschaft Franken in Würzburg konnte ich meinen langjährigen persönlichen Freund, Kellermeister Franz Sauer der Winzergemeinschaft Franken, Kitzingen, aus Randersacker mit Gattin begrüßen (der dann auch die Aufgabe übernommen hatte, die kredenzten Pfälzer! Weine zu besprechen).

Ein Frühschoppen mit fränkischen und Pfälzer Gewächsen am Gründungs¬tag, dem 14.06. 2009, zu dem noch 23 Teilnehmer kamen, beschloss unsere Feiern.

Kurze Zeit danach dann eine neuerliche Schreckensnachricht: unser Weinbruder Wolfgang Plate, Träger der Verdienstmedaille der Weinbruderschaft, Schöpfer der "Nürnberger" Weinbruderschafts-Krawatten, starb plötzlich am 02. Juli 2009. Sein künstlerisches Vermächtnis seit 08. Dezember 1990 ist niedergelegt in unseren Gästebüchern. Zum Trauergottesdienst am 23. Juli 2009 in der evangelisch-reformierten Gemeinde St. Martha, Nürnberg war eine große Anzahl Weinbrüder und Damen gekommen um ehrend Abschied von ihm zu nehmen. Weinbruder Markus Heidebroek begleitete den Gottesdienst auf der Orgel. An der Dienstags-Weinrunde Ende August gedachten die Anwesenden dem verstorbenen Weinbruder in einer Gedenkminute.

„Nürnberger Herbst“ steht wie geplant im Oktober auf dem Programm. Nachdem wir in diesem Jahr aber „350 Jahre Silvaner in Franken“ feiern, wird es eine 4-teilige Silvaner- und Bratwurst-Probe geben!

Martinsgans-Essen im November, eine winterliche Weinprobe, das Ordensfest und die Jahresabschlussweinrunde im Dezember, und schon ist das Jahr wieder zu Ende.

Auch dieses Jahr werden wir uns wieder treffen, um „geistreich – weinreich – genussreich“ das Jahresprogramm 2010 mit interessanten Treffen zu den Themen Wein, Literatur und Kultur auszugestalten.

-IN VITE VITA -

Dieter Herbst, Komtur

Die Weinbruderschaft Nürnberg berichtet über das Bruderschaftsjahr 2007/2008



Herbstzeit – Erntezeit! Auch für mich wird es Zeit, Nachschau zu halten über das zu Ende gehende Bruderschaftsjahr, Rückblick auf ein paar Veranstaltungen des Jahres.

Traditionell hielten wir den Nürnberger Herbst ab mit Saumagen und Wein, Bruni Stoll hatte das Sauerkraut beigesteuert – danke, liebe Bruni! – und 25 Weinbrüder, Damen und Gäste verbrachten einen gelungenen Abend.

Das Gansessen in den Albrecht-Dürer-Stuben unter großer Beteiligung war sehr gut! Die anschließende Führung von Kapitular Heidebroek im Sebalder Viertel machte uns wieder mit neuen Eindrücken bekannt. Danke, lieber Markus.

Auch beim Ordensfest verbrachten wir in Anwesenheit des Bruderschaftsmeisters Horst Wilhelm mit Gattin und Gästen sowie Großkomtur Lutz Prüfer mit Gattin einen stimmigen Abend. Weinbruder Rüdiger Lorch erfreute wieder mit einem selbstgemachten Gedicht und einer Lesung in Pfälzer Mundart. Anschließend ehrte ich ihn mit dem Wappenteller, der ihm vom Bruderschaftsmeister überreicht wurde. Weinbruder Manfred Meyer brachte einen Wortbeitrag und Bruderschaftsmeister Wilhelm las 2 Geschichten von Horst Tremmel in Pfälzer Mundart. Nochmals Dank an alle für das Engagement!

Das Neue Jahr begrüßten wir im Januar mit Sekt, stiegen im Februar „Hinein in den Rotweinkeller“, zum Konvent im März beehrten uns Ordensmeister Dr. Fritz Schumann und Kapitelmeister Oliver Stiess mit ihrer Anwesenheit.

Schon war es wieder April, Termin für die Große Pfalzweinprobe, bei der Ordenskellermeister Stefan Hilz den Anwesenden die von den Damen Monika Heidebroek und Elfriede Meyer ausgeschenkten „Pfälzer Superlative“ vorstellte. Danke, liebe Damen, lieber Ordenskellermeister, für den Abend!

Ein Do.N.A. im Mai brachte uns „Scharfes aus Baiersdorf“, den fränkischen „Kren“, nämlich Meerrettich, bei einem Besuch des dortigen Museums. Eine Stadtführung informierte anschließend über die Geschichte der fränkischen Landjuden dieses Ortes.

Ende Mai stand dann ein „Tagesausflug“ in eine Weingegend, diesmal nach Franken, an. Unsere Münchner Weinbrüder waren zu einer mehrtägigen Weinexkursion unterwegs und wir klinkten uns im Fürstlich Castellschen Domänenamt in Castell ein, um den Tag mit den Münchnern zu verbringen. Kellermeister Franz Sauer aus Randersacker erwartete uns und alle Anderen mit seiner Gattin Birgit und zur Überraschung mit Weinprinzessin Michaela Müller aus Volkach! Nach der Verkostung der Weine kam die zweite große Überraschung: unser Bus fuhr nicht mehr! – Zum Glück fanden wir Platz im Bus aus München und konnten so die Fahrt zum Weingut Restaurant Behringer nach Abtswind zum Mittagstisch und anschließend nach Greuth in das Weingut des „Aufsteigers“ Brügel fortsetzen, bis ein Ersatzbus aus Nürnberg da war. Das weiter noch für uns Nürnberger geplante Abendessen in Sand am Main strichen wir dann aber auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und kamen schließlich gegen 21 Uhr wieder nach Nürnberg zurück. Der Dank gilt ganz besonders unseren Münchner Weinbrüdern, denn ohne sie wäre für uns der Tag bereits morgens in Castell zu Ende gewesen.

Vom 19. – 22. Juni fand das 19. Treffen der Deutschsprachigen Weinbruderschaften in Neustadt a. d. Weinstraße statt. Die Teilnehmer waren sehr angetan von der ausgezeichneten Organisation, dem Engagement der Pfälzer Weinbrüder und den gebotenen Veranstaltungen und Vorträgen.

Zur „Literarischen Weinstunde“ im Juli hatten wir Prof. Dr. Martin Wierschin gewinnen können, der uns im Pfarrsaal der Nürnberger Frauenkirche (Zitat) „Lyrik ist gestaltete Zeit“ in Form einer Lesung aus seinem Buch „ARCHIPELAGOS - VITAE ET AMORIS – Fermaten einer Odyssee“ die Symbolik des Inhaltes, auch in Bezug zu Wein, näher brachte. – Alle Teilnehmer hatten jeweils 1 Werk seines Buches erhalten und machten von der Möglichkeit, sich ihr Buch vom Referenten signieren zu lassen, eifrig Gebrauch. – Weinbruder Wolfgang Plate hat das Gästebuch wieder einmal sehr schön gestaltet: das von ihm gemalte Bild von Orpheus mit Lyra fand ausdrückliches Lob von Prof. Dr. Wierschin, da es den Bezug zur Lyrik darstellte.

Ein verregneter Tag führte uns noch im Juli zu einem weiteren Do.N.A. nach Neuhaus/Pegnitz, um uns über die dortige „Kommun-Brautradition“ zu informieren.

Ordensmeister Dr. Fritz Schumann reiste im September zu unserer Dienstags-Weinrunde nach Nürnberg, um uns mit seinem Vortrag „Im Wein liegt Wahrheit – fragen wir das Etikett“ von der Entwicklung des Weinbaus, der Lagerung von Wein und die Weinbezeichnungen von den Ägyptern bis in die heutige Zeit zu führen. Danke, lieber Ordensmeister, für diese hoch vergnüglich informative Zeitreise!

Der „Nürnberger Herbst“ stand im Oktober auf dem Programm, mit Pfälzer Saumagen vom Metzger Hambel aus Wachenheim; Kraut und Brot gab es und natürlich neuen Wein – diesmal aus fränkischem Gewächs!

Bei „Gans Kultur“ trafen wir uns zum Martinsgans-Essen im November, Markus Heidebroek brachte uns im Anschluss zu den „Ebracher Mönchen“, zeigte uns – in Nürnberg unübliche - Traufhäuser und erklärte uns Josefsplatz und Maxbrücke mit dem Hinweis auf den Zweibrückener Pfalzgrafen, als Max IV. Josef Kurfürst von Baiern und seit 1806 König Max I. Josef von Baiern.

Das traditionellen Ordensfest und die Jahresabschlussweinrunde im Dezember werden das Jahr beenden.

Auch unser Jahresprogramm 2009 haben wir wieder – wie es in unserem Faltblatt heißt – „geistreich – weinreich – genussreich“ gestalteten können, mit interessanten Treffen rund um die Themen Wein und Kultur.



- I N V I T E V I T A -



Dieter Herbst, Komtur

TOP